Tempelhofer Berg
Am Nordrand des Tempelhofer Feldes lag der Tempelhofer Berg, der nicht nur Künstler zum Wandern einlud.
Links: Karte des nördlichen Tempelhofer Feldes
Der Tempelhofer Berg war ein Teil des heutigen Kreuzberges und ein Überrest der letzten Eiszeit. An seinen Hängen wurde bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts Wein angebaut. Den Berlinern war er deshalb auch als Weinberg oder Alarmkanonenberg bekannt. Diesen Namen hatte er von einer Kanone, die auf dem Berg abgefeuert wurde, wenn ein Soldat der Berliner Garnison desertiert war. Die Bauern aus den umliegenden Dörfern wurden damit aufgefordert, die Verfolgung aufzunehmen.
Rechts: "Gewitter am Tempelhofer Berg" - Gemälde von Adolf Menzel, 1846
Links: "Blick auf Berlin vom Tempelhofer Berg" - Zeichnung von Carl Traugott Fechhelm, 1785
Am Fusse des Berges war der "Dustere Keller", der ursprünglich für die Lagerung des gewonnenen Weines genutzt, später dann von einem stadtbekannten Einsiedler bewohnt wurde. Eines Tages besuchte ihn der König und bot ihm einen Gulden an. Der lehnte mit den Worten: "Das Geldstück ist zu gross für mich", das Geschenk ab und verschwand in seinem Keller.
Der Württemberger Georg Hopf kaufte 1838 mehrere Morgen des Tempelhofer Feldes von der Militärverwaltung ab und errichtete die erste bayrische Bierbrauerei ("Berliner Bock-Brauerei") auf dem Tempelhofer Berg. 
Nach Brand und Wiederaufbau der Brauerei im Jahr 1842 erweiterte Hopf das Gelände mit einem riesigen Biergarten, in dem Sportveranstaltungen (z.B. Boxkämpfe), Konzerte und Theateraufführungen stattfanden. Er schaffte damit einen neuen Anziehungspunkt für die Berliner Wochenendtouristen.



